Dialogische Kommunikation

D  i  a  l  o  g  i  s  c  h  e  s    L  e  r  n  e  n

durch Interaktion und Kommunikation

 

 

Dialogisches Lernen

      Grundlagen und Konzepte für die
      Vermittlung dialogischen Lernens
      durch mündliche Kommunikation
      in Schule und Arbeitswelt
 

 

Der Begriff „Dialogisches Lernen“ entwickelt sich zurzeit zu einem der bedeutendsten Unterrichtskonzepte der Nachkriegszeit. Der traditionelle Unterricht stößt inzwischen an seine Grenzen – sowohl im Bereich der Unterrichtsakzeptanz als auch im Bereich lernpädagogischer Nachhaltigkeit. Aktuelle PISA-Studien belegen, dass an deutschen Schulen trotz aller Anstrengung nicht  m e h r gelernt werden kann. Hierfür werden in erster Linie veraltete bzw. unpassend eingesetzte Lernmethoden verantwortlich gemacht. 

Als einen bedeutenden Lösungsweg aus diesem Dilemma sieht man in Wissenschaftskreisen den „Dialogischen Unterricht“. [1]

 

Was bedeutet „Dialogisches Lernen“?

Der Begriff ‚Dialog’ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Im Miteinandersprechen hindurchgehen zum Sinn“. ‚Dia’ bedeutet ‚hindurch’ (wie etwa beim Dia-Projektor) und nicht ‚zwei’. Somit ist ein Dialog kein Zwiegespräch (= Dyolog).

Ein Dialog ist unabhängig von der Zahl der Sprechenden. Begriffliche Neubildungen wie Trialog oder Quadrolog sind von daher nicht sinnvoll.

Logos’ bedeutet ‚Sprache, Wort, Geist’, vor allem auch ‚Sinn’. Damit wird offensichtlich: Der gemeinsame Sinn, die gemeinsame Sache (z. B. das Miteinander Lernen) entsteht im dialogischen Prozess des Miteinander Arbeitens und Sprechens. Er lässt sich weder an eine bestimmte Unterrichtsform anbinden noch an eine bestimmte Anzahl von Lernenden. Er muss im Miteinander kommuniziert werden und  g e b i l d e t  werden.  

B i l d u n g v e r m i t t l u n g [im dialogischen Lernen] ist von daher immer ein höchst kommunikativer und kreativer Prozess.

 

Wie realisiert man dialogisches Lernen?

Dialogisches Lernen setzt mündliche Kommunikationsfähigkeit voraus – und dies bei Schülern und Lehrern. 

Dialogkompetenz bedeutet letztlich Gesprächskompetenz, wobei der Terminus ‚Gespräch’ hier im fachwissenschaftlichen Bedeutungszusammenhang zu sehen ist.[2]

Bei dialogischem Lernen werden in hohem Maße intrinsische Motivationsfaktoren freigesetzt, welche Schüler und Lehrer in einen ‚befreiten’ Prozess des Lernens bringen. Dabei wird Kreativität zu einer bedeutenden Säule nachhaltigen Unterrichts:[3]

Im Mittelpunkt des Unterrichtens steht die Ausbildung von Sozial- und Teamkompetenzen (und zwar geübt an den jeweiligen Fachinhalten) – und genau dies wünscht die KMK seit 2003 als zentrales Bildungsziel im Unterricht aller Fächer.[4]

Und genau dies wünschen sich Wirtschaftunternehmen auch![5]

 

Wie schult man Kommunikationsfähigkeit? Was sind Meta-Kompetenzen?

Kommunikationskompetenzen müssen geschult, angewendet und auch bewertet werden können.

In diesem Zusammenhang habe ich eine modulare Weiterbildungskonzeption für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt, welche grundlegende Kompetenzen für die Vermittlung von Lernstandards in Mündlicher Kommunikation thematisiert und einübt. Die Gesamtkonzeption umfasst neun Module und entspricht der Didaktik und Methodik eines dialogischen Unterrichts. (vgl. hierzu das Faltblatt „Lernstandards für Mündliche Kommunikation in allen Unterrichtsfächern“ von B. Thiel)

Es handelt sich hier um eine sog. Meta-Ausbildung (Prinzipienausbildung) im Bereich mündlicher Kommunikation, welche sich problemlos mit aktuellen Unterrichtsmethoden wie SOL, Klippert-Methode und auch mit traditionellem Unterrichten verbinden lässt, ja diese mitunter vereinfachen und optimieren kann. 

Meta-Kompetenz bedeutet, dass darauf geachtet wird, dass wichtige Unterrichtsprinzipien, wie z. B. das Zuhören, auch realisiert werden. D. h. Schüler und Lehrer sorgen dafür, dass Zuhören im Unterricht auch tatsächlich stattfindet.  

 

Vorteile des dialogischen Lernens

Dialogisches Lernen führt zu einem lernintensiven Unterricht mit außerordentlich hoher Schülerbeteiligung. Es kommt zu einem echten Interesse am Lernstoff und sehr oft werden kreative Prozesse ausgelöst, welche Lehrkräfte in Staunen versetzen.

Durch den interaktiven Unterrichtsaufbau entstehen bedeutende Synergieeffekte, so dass in kurzer Zeit sehr viel Handlungswissen erworben wird, ohne dass dabei die Teilnehmer überfordert werden. 

 

Ziel des Lehrens ist es,
Menschen zum Erblühen zu bringen.

                                                  (aus China)

 


[1] Seit 2006 wird dieser Begriff zunehmend sogar in den Fernseh-Abendnachrichten benutzt – immer dann, wenn es darum geht, das schulische Lernen voranzubringen.

[2] „Gesprächsfähig ist, wer im situativ gesteuerten, personengebundenen, sprachbezogenen, formbestimmten, leibhaft vollzogenen Miteinandersprechen – als Sprecher wie als Hörer – Sinn so zu konstituieren vermag – dass damit das Ziel verwirklicht wird, etwas zur gemein­samen Sache zu machen, der zugleich imstand ist, das Miteinandersprechen und die im Miteinandersprechen gemeinsam ge­machte Sache zu verantworten.“     (Prof. Dr. Geißner, Sprechwissenschaftler)

[3] Dr. Volker zur Linden spricht in diesem Zusammenhang vom „Kreativitätsmangelsyndrom (KMS)“: Fehlende Kreativität behindert das Lernen und kann letztendlich zu körperlicher Erkrankung führen.

[4] s. hierzu www.kmk.org (Downloads zu den Lernstandards)

[5] vgl. hierzu das bundesweite gemeinsame Faltblatt der IHK, Handwerkskammer und Arbeitskammer: „Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?“

 

 

 

>  Flyer zum Dialogischen Lernen*

 

>  Dialogisches Lernen im Unterricht (Aufsatz)

 

Neue Lehr-  und Lernkultur
(Elternbesuch am KBBZ und Oberstufengymnasium)

 

Presseartikel zu diesem Thema

 

Buch zum Dialogischen Lernen:

Dialogisch lernen im Seminarfach
Handbuch für Kommunikation und wissenschaftliches Arbeiten
[Dr. Marita Pabst-Weinschenk / Bertram Thiel]

288 Seiten,  19,80 €
ISBN  978-3-941238-10-7
(auch als Hard-Cover erhältlich, ISBN  978-3-941238-21-3, 21,80 €)

Verlagsseite zum Bestellen:

www.pabstpress.de

 

 

Näheres zum Thema unter www.seminarfach-gymnasium.de

 

 

Diese Seite ist im Aufbau.

In Kürze folgen Informationen für LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen und SchulleiterInnen sowie Bildungseinrichtungen.

 

 
 

Homepages zum Dialogischen Lernen

  

Kommunikationspädagogik

(Bertram Thiel, Zur Person)

E-Mail:

B.Thiel@unterrichtskommunikation.de

 

 

 

unterrichtskommunikation.de
> mit Hinweisen zu aktuellen
Vorträgen
und Seminaren

Lernstandards für Kommunikation

www.seminarfach-gymnasium.de

  Synergetische Kommunikation

www.dgss.de

*Genaue Bezeichnung „Dialogisches Lernen durch Interaktion und Kommunikation“ oder „Dialogisches Lernen auf kommunikationspädagogischer Basis“. Im Internet wird der Begriff „Dialogisches Lernen“ vielfach anders benutzt. Daher finden Sie zurzeit nur auf den angegebenen Homepages Informationen zu der hier vorgestellten Konzeption.

   

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